Helga Pedersen Moot Court

Die FAU nimmt ab dem Wintersemester 2026/27 der Helga Pedersen Moot Court Competition (HPMCC) teil! Studierende aus ganz Europa simulieren in diesem Wettbewerb ein Beschwerdeverfahren zu Fragen möglicher Menschenrechtsverletzungen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR). Der Wettbewerb bietet eine herausragende Gelegenheit, die Grundsätze und die Anwendung der Europäischen Menschenrechtskonvention in Theorie und Praxis kennenzulernen.


Worum geht es im Helga Pedersen Moot Court?

Der jährliche Helga Pedersen Moot Court wird von der European Law Students‘ Association (ELSA) in Kooperation mit dem Europarat veranstaltet.
Im Zuge der Bearbeitung des Falls schulen die Studierenden ihre Fähigkeiten im Teamwork, der juristischen Bearbeitung von Fällen und erwerben umfangreiche Kenntnisse auf dem Gebiet der Menschenrechte. Besonders durch die intensive Beschäftigung mit der englischsprachigen Fachliteratur und mündliche Diskussionen können die Teilnehmenden ihre Sprachkompetenz verbessern.


Ablauf

Gegenstand des Moot Courts ist ein menschenrechtlicher Ausgangsfall, der ein Beschwerdeverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte simuliert. Der Moot Court ist in drei Phasen unterteilt:

  1. Ende August 2026

    Ausgabe des Falls

  2. September – Dezember 2026

    Verfassen der Schriftsätze

  3. Februar – März 2027

    Teilnahme an einer regionalen Runde

  4. Mai/Juni 2027

    Finale in Straßburg am EGMR

Nach der Ausgabe des Falls im August haben die Teams bis November Zeit, jeweils einen Schriftsatz für die Kläger- und Beklagtenseite in englischer Sprache auszuformulieren. Dabei wird das Team aus zwei bis vier Studierenden durch ein bis zwei Coaches unterstützt.
In Vorbereitung auf das Finale besteht bei von ELSA organisierten Regionalrunden die Möglichkeit, bereits gegen andere Teams anzutreten und so Erfahrungen im mündlichen Verhandeln sammeln. Die regional Runden des letzten Durchlaufs fanden in Birmingham, Valletta und Athen statt.
Während der Finalrunde des Helga Pedersen Moot Court, die in den Räumlichkeiten des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg stattfindet, treten die besten 20 Teams gegeneinander an.
Besonderer Höhepunkt ist das Plädieren vor den Richter*innen des EGMR, welche neben anderen erfahrenen Juror*innen aus Wissenschaft und Praxis die Leistungen der Teams bewerten.
Neben der Verhandlungssimulation bietet die Finalrunde auch Raum für einen internationalen Austausch mit den anderen Teilnehmenden aus ganz Europa.
Die Mitglieder des Siegerteams haben die Möglichkeit, ein Praktikum beim EGMR zu absolvieren.


Anrechnungsmöglichkeiten

Studierende der Rechtswissenschaften können sich den Moot Court anrechnen als:

  • Prüfungen 30588 (Legal Drafting and Writing Skills) und 30589 (Presenting Skills in the Legal Context) für Studierende des Zertifikatsprogramms Englische Rechtssprache
  • Praktikum (1 Monat) nach § 25 Abs. 1 JAPO (dann keine Anrechnung als Pflichtsprachenschein)
  • Pflichtsprachenschein (§ 24 Abs. 2 JAPO)

Bewerbung

Ist Ihr Interesse geweckt? Die Bewerbungsfrist für die 15. Runde (2026-2027) läuft bis zum 31. August 2026.

Die Bewerbungsunterlagen müssen enthalten:

  • Lebenslauf
  • Leistungsnachweise Studium
  • Sprachnachweise

Bewerbung an: melina.riemer@fau.de